Cauda Equina

Cauda Equina Syndrom – Nervenschmerzen am Ende der Wirbelsäule

Das Cauda Equina Syndrom (CES) ist eine neurologische Erkrankung, die sowohl Hunde als auch Pferde betrifft. Dabei handelt es sich um eine Kompression der Nervenfasern, die in der Lendenwirbelsäule aus dem Rückenmark austreten und das hintere Körperteil, einschließlich der Beine, der Blase und des Anus, steuern. Eine Beeinträchtigung dieser Nerven kann Schmerzen und Funktionsstörungen verursachen, die sich auf Beweglichkeit, Lebensqualität und den allgemeinen Gesundheitszustand auswirken.

Ursachen des Cauda Equina Syndroms

Das Cauda Equina Syndrom entsteht, wenn die Nerven am Ende der Wirbelsäule durch Druck gereizt oder geschädigt werden. Dieser Druck kann verschiedene Ursachen haben, darunter:

  • Bandscheibenvorfälle (insbesondere bei Hunden)
  • Degenerative Veränderungen der Wirbelgelenke oder der Bandscheiben
  • Knochensporne oder Knochenauswüchse
  • Verletzungen oder Traumata, etwa durch Stürze oder Unfälle
  • Tumore oder Entzündungen der Wirbelsäule oder des umgebenden Gewebes

Symptome des Cauda Equina Syndroms bei Hunden und Pferden

Das CES kann bei Hunden und Pferden ähnliche Symptome hervorrufen, allerdings unterscheiden sich die Anzeichen oft aufgrund der verschiedenen anatomischen Gegebenheiten und Bewegungsmuster.

Symptome beim Hund

  • Rückenschmerzen und Lahmheit: Besonders in der hinteren Körperhälfte kann das Tier Anzeichen von Unbehagen oder Schmerzen zeigen.
  • Probleme beim Aufstehen und Hinlegen: Hunde zeigen häufig Schwierigkeiten bei diesen Bewegungen und vermeiden das Springen.
  • Schwanzbewegung eingeschränkt: Die Tiere können ihre Rute oft nicht mehr heben.
  • Inkontinenz: Eine gestörte Blasen- oder Darmentleerung kann auftreten.
  • Lahmheit der Hinterbeine: Häufige Stolperer oder Gangunsicherheiten sind möglich.


Symptome beim Pferd

  • Rücken- und Krampfschmerzen: Besonders im Lendenbereich reagieren Pferde empfindlich auf Druck und weisen Anzeichen von Schmerz auf.
  • Schwierigkeiten mit der Schweifbewegung: Pferde können ihren Schweif nur eingeschränkt heben.
  • Gangunsicherheiten und Lahmheit: Auch bei Pferden treten häufig Stolpern und Lahmheiten auf.
  • Inkontinenz: Verlust der Kontrolle über Blase und Darm kann vorkommen, was den Zustand oft verkompliziert.
  • Verhaltensänderungen: Durch die Schmerzen werden manche Pferde unruhig, aggressiv oder verweigern die Arbeit.

Diagnose und Behandlung des Cauda Equina Syndroms

Um das CES zu diagnostizieren, sind verschiedene Untersuchungen notwendig, wie Röntgen, Ultraschall oder MRT. Ein erfahrener Tierarzt beurteilt die Symptome und bestimmt den Grad der Nervenschädigung, um eine geeignete Behandlung vorzuschlagen.

Behandlungsmöglichkeiten:

  1. Konservative Therapie: Schmerzmittel, Entzündungshemmer und gezielte Physiotherapie können bei leichten bis mittelschweren Fällen helfen.
  2. Physiotherapie: Übungen zur Muskelstärkung und Dehnung verbessern die Beweglichkeit und stabilisieren die betroffenen Bereiche.
  3. Akupunktur und TCM: Zur Förderung der Regeneration und Schmerzreduktion hat sich auch die traditionelle chinesische Medizin bewährt.
  4. Chirurgische Eingriffe: Bei schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff zur Dekompression der Nerven notwendig sein.


Das Cauda Equina Syndrom ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollte. Mit einer gezielten Therapie und regelmäßiger Betreuung kann die Lebensqualität von Hund und Pferd erheblich verbessert werden.